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Kulturtausch

12.12.2006 - Weihnachten und U-Bahn

Jo, liebe Sportsfreunde! Weihnachten kommt, spielt aus einer sicheren Defensive kontrolliert ins Mittelfeld und es wird nicht mehr lange dauern und der Strafraumkönig wird nach einer Flanke, wie zu Beckhams besten Zeiten einnetzen.

 

Ich näss mir eher schon ein bissl ein, weil Weihnachten kommt mit Macht (Vollmacht kann ich bei dem ganzen fest nie spüren) und bisher hats mir noch kein Glück gebracht.

Nein mir gehts eigentlich nicht schlecht. Ich hab manchmal so "About a boy" Tage an dem ich mir auch manchmal sag "Ich bin eine Insel", aber ich mag so Tage und das ist schön.

Glück hat mir Weihnachten noch nicht gebracht, weils halt mächtig schnell kommt und noch kein einziges Geschenk hab. Schade eigentlich. Vielleicht sollt ich mich davon verabschieden jedem was schenken zu wollen, was es halt nur in München gibt, aber kein Touri shit is. Ich glaub dafür kenn ich mich einfach nicht gut genug in meiner Wahlheimat aus.

 

Was heißt eigentlich Heimat. Ich stell immer wieder fest, dass Augsburg mir einfach besser gefällt. Die Gemeinde in München is geil und die Leute echt auch, aber naja...

... erst vor kurzem stand ich z.B. in Augsburg am Bahnhof und hab auf meinen Bus gewartet. Auf die U-Bahn warten find ich immer irgendwie komisch. Ich pass auf meinen Geldbeutel auf, weil alle vor Taschendieben warnen und seit meinem Romurlaub (Taschendiebe inklusive) bin ich da wohl etwas überempfindlich. Überhaupt ist eine U-Bahn das lebensfeindlichste, was die Menschen so gebaut haben. Man schießt durch eine enge, dunkle Röhre. Die Leute rücken einem sau nah an die Haut und dabei scheißen sie sich nicht mal ein Stück um den, dem sie ihren Odem direkt ins Gesicht blaßen.

Ich glaub in der U-Bahn, da flirtet man, oder man ignoriert sich wenn man alleine ist. Da ich meistens auf beides kein Bock hab, bin ich immer ein bissl ein Außerirdischer. In der U-Bahn is es einem glaub ich auch egal, ob sein Gegenüber tod vom Sitz kippt. Komisch, is man aus der U-Bahn raus, dann sind die Leute wieder anders. U-Bahn is wohl doch Extremsituation für die Psyche der meisten Menschen.

Das ganze erinnert mich an den "Der Gott der Stadt" von Georg Heym. In D-LK hab ich das nicht so ganz verstehen können, jetzt kann ich mir denken, was er so empfunden hat, als er das schrieb.

In Augsburg is da halt irgendwie anders. Auch Leute, die ich nicht kenn kommen mir irgendwie vertraut vor. Das ist schön und tut gut.

 

So jetzt muss ich aber mal gehn, weil das Zeug in meinem Ofen wird sonst mehr als strong und das kann ja mal nicht sein.

 

 

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